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Lars Bruch Gerber


Lars Bruch wohnt in Groß Krauscha, schon fast 40 Jahre lang. Die meisten Männer der Familie, woher der Vater von Herrn Bruch stammt, waren Baumitarbeiter. Sie arbeiteten als Maurer. Er selbst arbeitete bei verschiedenen Baufirmen. Nach vielen Jahren entschied er sich doch für etwas, was keine Tradition in seiner Familie ist. Er interessierte sich für Gerberei, Verarbeitung von rohen Tierhäuten. Er begann mit einem Hobby, und entwickelte daraus seine Lebensweise und Einkommensquelle.
Der Gerbungsprozess ist sowohl ein chemischer Prozess – z.B. Ätzung, Entkalkung als auch ein mechanischer – z.B. Schneiden. Der Gerber entfleischt und enthaart die Haut, legt Deckschichten, färbt, bügelt, verleiht der Haut Glätte und Glanz sowie bürstet sie. Für seine Arbeit verwendet er spezielle Gerberwerkzeuge. Herr Bruch hat ein Schwert zum Entfleischen der Haut und Schaber, welche jeder Gerber täglich verwendet.
Lars Bruch erlangte das Wissen selbst. Er las Bücher, sah sich Filme und Fotos an. Das erlangte Wissen versuchte Schritt für Schritt in der Praxis umzusetzen. Es gab viele Verfehlungen und misslungene Versuche. Er bemühte sich jedoch, an seinem Beschluss zu halten und seine Entscheidung nicht aufgeben. Die Zeit verging und die praktische Erfahrung brachte Ergebnisse.


Die Familie stand skeptisch den Plänen und Vorhaben von Herrn Bruch gegenüber. Sie waren nicht überzeugt, ob er der Herausforderung gewachsen ist, ob er zurechtkommt und nicht aufgibt, denn alle kleinen Gerbereien mussten aus einfachem Grund schließen, d.h. wegen fehlender Rentabilität.
Die Firma besteht seit November 2008, er verwandelte sein Hobby in den Beruf. Es sind schon einige Jahre vergangen. Die Firma entwickelt sich. Die Familie und Freunde gratulieren Herrn Bruch zur gelungenen Entscheidung, seiner Entschlossenheit und zum Selbstbewusstsein.
Seine Ehefrau und Kinder unterstützen Herrn Bruch bei seiner Arbeit und nehmen aktiv am Gerben teil. Ihre Hartnäckigkeit und schwere Arbeit bewirkten, dass sie Erfolg haben können.
Gerbereien gibt es nicht so viel, sind nicht so bekannt und geschätzt wie früher, z.B. im Mittelalter. Viele wundern sich, dass man sich mit dem Gerben beschäftigen kann. Sehr kritisch dem Beruf gegenüber stehen die Tierschützer. Die Gerber werden als Mörder bezeichnet, ohne zu überlegen, woher das Material für Lederschuhe, -gürtel, -taschen usw. stammt, die sie oft selbst tragen. Menschen kaufen sowieso Leder und daraus hergestellte Produkte. Das Interesse an die Lederprodukte ist stets groß.


Lars Bruch ist bei Jahrmärkten präsent, dort trifft er Händler und Kaufleute. In der Regel gehen Leder aus Eichhörnchen, Schafen und Ziegen gut. Sie sind meistens als Überwürfe für Sofas oder Ersatz für Teppiche oder Läufer verwendet.
2009 organisierte er den Jahrmarkt in Landenburg im Harz. Dort präsentierte er sich als Gerber aus dem Mittelalter. Er stellte sein künstlerisches Werk aus und präsentierte sowie brachte den Besuchern die Grundlagen seines Berufes näher.
In seiner Gerberei organisiert er Workshops, ermutigt zur Teilnahme daran und leitet sie. Er bringt den Teilnehmern die Geheimnisse des Gerbens näher. Er macht mit der Geschichte der Gerberei und Lederarten vertraut. Die Workshops bereiten Schaffensfreude.


Er plant in der Zukunft eine Internetseite einzurichten sowie häufiger an Jahrmärkten teilzunehmen und dabei Entfernungen sogar bis zu 600 km zurückzulegen. Die Gerberei möchte er in eine Vorführungsfabrik aus dem Mittelalter umwandeln. Er möchte den Zeitgenossen die Werkstatt wie auch die Arbeitsweise aus dieser Zeit näher bringen. Dabei möchte er die Unterschiede zwischen der damaligen und der gegenwärtigen Arbeitsweise zeigen.
Für viele ist das Gerben ein unangenehmes Thema, aber wie bei vielen anderen Arbeiten, jemand muss sie ausführen. Und Herr Bruch ist darin gut.
Lars Bruch darf keine Lehrlinge zum Beruf des Gerbers und andere ausbilden, da er keine erforderlichen Berechtigungen hat. Er kann aber seine Schönheit zeigen, den Schleier des Geheimnisses lüften und das Interesse für den aussterbenden Beruf wecken.
Wie er glaubt, am schwierigsten ist der erste Schritt, man muss an eigene Kräfte und die Möglichkeit erfolgreich zu sein glauben, und auch die Motivation, um etwas zu tun. Nun bleibt es, beim Streben nach dem Ziel zu bleiben. Und das ist alles, um Erfolg zu haben.

 

     

 

Lars Bruch
Dorfalee 95
02829 Neissenau Gross Krauscha
tel. 035820629386
die_dalgonsippe@web.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Polen und Sachsen 2007-2013 finanziert.
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